Meine Frau und ich sind davon überzeugt, dass eine Beziehung dann gut läuft, wenn man sie als Arbeit auffasst, als Beziehungsarbeit. Freunde von uns sehen das ganz anders. Was meinen Sie dazu?
Kategorie: Intimität (Seite 3 von 6)
Streit in der Beziehung hatte vermutlich jeder Mensch schon einmal, der bereits eine Ehe oder Partnerschaft geführt hat. Und die meisten wünschen sich, dass Streit seltener bis nie auf der Tagesordnung steht.
Das ist kein Wunder, denn Streit ist anstrengend und unangenehm. Schließlich fühlt es sich nicht gut an, wenn der Partner (oder man selbst) beleidigend wird und man sich danach nur noch wütend anschweigt.
„Die Liebe und ihre Feinde“ (Teil XI): Wieso Untreue oft allen Beteiligten schadet – und was wir dagegen tun können
Vielleicht brauchen wir ja ab und an nur mal etwas Abwechslung und schon läuft das eheliche (oder partnerschaftliche) Sexualleben wieder ohne Probleme. Eine kleine Affäre und die Zufriedenheit ist wieder wie zuvor.
So denken viele Menschen. Doch diese Ansicht ist falsch. Eine Affäre belebt die Sexualität eines Paares nur sehr, sehr selten. Sie kann sich allerdings so zerstörerisch auf eine Partnerschaft auswirken, dass die Beziehung nach der Untreue nicht mehr zu retten ist. Und dieser Fall wiederum ist sehr, sehr häufig.
Die Liebe und ihre Feinde (Teil X): Wieso uns eine fundierte Grundlagenforschung in Sachen Liebe weiterhilft
Wie kaum ein anderer Bereich unseres Lebens ist die Liebe zu einem Spielball von Ansichtengeworden. George Vaillant, der langjährige Leiter der Harward-Gesundheitsstudie bedauert das zutiefst. Sein Credo geht in eine ganz andere Richtung:
„Belief isn’t enough – however impassioned our convictions, they need to be tested.“
Ohne es zu beabsichtigen, hat sich Vaillants Studie (offiziell nach ihrem Gründer Grant-Studie genannt) im Laufe von 80 Jahren – so lange läuft die Studie jetzt schon – zu einer regelrechten Grundlagenforschung in Sachen Liebe entwickelt.
„Die Liebe und ihre Feinde“ (Teil IX): Wieso eine Fernbeziehung besser sein kann als zusammen zu leben
Moderne Partnerschaften sind oft hektisch. In vielen von ihnen gibt es kaum persönliche Gespräche, immer ist alles andere wichtiger und das Smartphone geht stets vor.
Manche Paare halten das alles für völlig normal. Sie kommen gar nicht auf die Idee, dass hinter ihren nervenaufreibenden Streits oder der lustlos gewordenen Sexualität ein ganz einfacher Grund liegt: Sie brauchen mehr Zeit miteinander. Und füreinander. Sie sind viel zu selten füreinander da, interessieren sich kaum für den Anderen und für sein Leben. Und beide merken es nicht.
Um die Ursachen von Lustlosigkeit in der Partnerschaft geht es heute im zweiten Teil einer dreiteiligen Serie zum Thema Sexualität, die ich zusammen mit dem Berliner Singlecoach und Paarberater Jochen Meyer für unser neuen YouTube-Kanal gemacht habe.
Viel Spaß mit dem Video!
„Die Liebe und ihre Feinde“ (Teil VII): Wie sich die Sexualität eines Paares lebendig erhalten lässt
Sex tut uns gut, belebt uns und stärkt dazu auch noch unsere Bindung aneinander. Wir haben das in der letzten Woche gesehen. War es das schon? Müssen Paare einfach nur mehr Sex haben – und dann bleibt eine Beziehung dauerhaft glücklich und stabil?
Ich weiß, dass das die bevorzugte Sicht vieler Männer ist. Sie kritisieren ihre Frauen, dass es so selten Sex gibt. Wollen Frauen häufiger (kein seltener Fall), dann tappen sie in die gleiche Falle – und kritisieren ihre Partner.
„Die Liebe und ihre Feinde“ (Teil VI): Wieso wir uns Zeit füreinander nehmen müssen, wenn die Liebe halten soll – auch Zeit für den Sex
Sex macht Menschen Spaß. Doch dafür alleine ist er ganz offensichtlich nicht da. Er macht Paare auch glücklich und zufrieden miteinander. Der Spaß den Sie beim Sex haben dient also möglicherweise in erster Linie ihrer Bindung aneinander.
Das hat Folgen, Folgen vor allem für die Zufriedenheit von Paaren wenn der Sex selten wird. Oder wenn er gar ganz verschwindet. Schauen wir mal, wie sich häufiger oder seltener Sex auf die Zufriedenheit mit der Partnerschaft auswirken.
„Die Liebe und ihre Feinde“ (Teil V): Warum wir in einer Beziehung nicht versuchen sollten, die Dinge auszudiskutieren.
Nur mal angenommen Sie waren den ganzen Tag unterwegs, kommen nach Hause und treffen dort auf ihren Partner. Oder Sie waren volle vier Tage zu einer Geschäftsreise unterwegs – und kehren nun endlich wieder in ihr Heim zurück. Sie schließen die Tür auf, legen Ihre Sachen ab und gehen in die Küche.
Dort ist Ihr Partner – beziehungsweise Ihre Partnerin.
Was machen Sie jetzt?
Wenn Sie meine Ansichten kennen, dann wissen Sie, dass ich es für gut und richtig halte, wenn Sie beide sich jetzt umarmen. Wie lange? Vier Tage waren Sie unterwegs. Das ist eine lange Zeit. Sie dürfen sich also gerne etwas länger umarmen als sonst. Meine Meinung.
Wenn Sie den Paarforscher und Psychologieprofessor John Gottman fragen, dann wird er Ihnen möglicherweise auch noch zu einem richtigen Kuss raten. Ein richtiger Kuss dauert seiner Meinung nach mindestens sechs Sekunden. Aber sehen Sie selbst:
Die Liebe und ihre Feinde (Teil III): Warum es in schwierigen Partnerschaften vor allem an positiver Zuwendung fehlt
In der letzten Woche ging es hier auf herzenssache365 um Kontaktangebote (bids) in der Partnerschaft und um ihr Scheitern. Heute schauen wir mal was passiert, wenn so ein Paar in die Beratung kommt.
Paare die sich über Jahre einander immer weniger zugewendet haben kommen oft in eine Paarberatung. Sie bitten um einen Termin und sind sich einig: „Mit unserer Kommunikation stimmt etwas nicht!“