Die Liebesblogger

Phänomen Ghosting – so überwinden Betroffene den Schmerz

Warum neigen besonders Männer dazu, beim Daten zu lügen? In dieser Episode widme ich mich zusammen mit der Kollegin Anna Peinelt dem Phänomen Ghosting. Ist diese Form de sVerhaltens wirklich so neu wie wir gerne denken? Und wir geben Betroffenen Tipps, wie sie die Zurückweisung verarbeiten und überwinden können.

 

 

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7 Kommentare

  1. Kati

    Hallo Anna und Christian, ich Duze Euch mal und muss sagen eine ganz tolle Folge. Ihr habt mir vom Herzen und der Seele gesprochen weil dieses Thema mich auch aktuell betrifft. Sehr gute Erklärung zu den verschiedenen Punkte, gerade dass man Dinge nicht absichtlich tut, sich einfach zu trennen oder weil man es nicht besser gelernt hat oder die Art, wie man Probleme oder Dinge anspricht. Es war eine sehr erhellende und erfrischend Folge und bitte macht weiter so!!! Liebe Grüße Kati

    • Christian Thiel

      Danke Kati,
      wir freuen uns immer über Lob. Und das mit dem Duzen ist bei Podcasts eben so üblich. Beruflich (in der Beratung) arbeitet Anna tatsächlich gerne per du. Ich selber bin da eher konventionell und bevorzuge das Sie.
      Wir freuen uns wenn Sie weiter mit dabei sind bei unserem Podcast!
      Schöne Grüße aus Berlin
      Christian Thiel

  2. Mark S.

    Lieber Herr Thiel,

    da ich Ihnen nur an die allgemeine Mailadresse schreiben konnte und noch einen kleinen Nachtrag machen möchte, so füge ich hier meine Mail mit Nachtrag nochmal ein:

    „Liebe Frau Peinelt, lieber Herr Thiel,
    erst einmal vielen Dank für Ihren Podcast zu Liebesthemen. Habe in einige Folgen reingehört und dadurch den einen oder anderen Anstoß bekommen, herzlichen Dank dafür.
    Eine kurze Rückmeldung und Gefühl möchte ich zum Thema „Ghosting: So überwinden Betroffene den Schmerz“ geben:

    Sie beschreiben dort, dass es besser ist, gar keine Begründung zu geben, sondern einfach zu sagen „So, das war’s jetzt und es ist Schluss!“.
    Herr Thiel führt als Beispiel dort dann das Ende seiner ersten Ehe an. Gerade dort fand ich wurde zugleich deutlich, wie wenig diese Empfehlung zutrifft: Ihnen beiden war wohl klar (u.a. aus vorangegangenen Gesprächen, Zeit, etc.), WARUM Schluss ist. Zumindest dieses Gefühl war klar. Und das traf und trifft beim Hörer hier eben NICHT zu. Er leidet ja, WEIL er es nicht versteht. Weil – wie Sie richtig sagten – da wohl auch verschiedene Arten des Umgangs mit Gefühlen vorhanden waren.
    Wie kommen Sie nun dazu zu sagen, dieses Verhalten, einfach „einseitig“ Schluss zu machen ohne jeglichen „Grund“, wäre gut? So hat derjenige, der verlassen wird, ja nichts, woran er sich festhalten kann. Für ihn oder sie ist das ja eben NICHT verständlich. Daher möchte ich sagen, dass ich es deutlich besser empfinde, den oder die andere zu „verletzen“. Zumindest ein Bisschen. Wenn man die Größe hat, dann auch zu sagen, dass es kein „Fehler“ des Anderen ist, sondern, dass man selbst dies oder jenes nicht möchte oder etwas nicht passt.
    Der verlassene Part fühlt sich dann zwar vllt. verletzt. Zugleich ist etwas da, woran man sich festhalten kann. Was einem auch zeigt – gerade, wenn man anderer Meinung ist – dass das Gegenüber „dumme Ideen“ hat. Evtl. bringt es sogar etwas „Wut“ und macht klar, wie wenig es wirklich gepasst hat.

    Ansonsten bleiben quälende theoretische „Irgendwas hat wohl nicht gepasst“ – Überlegungen, die aber nicht helfen. Wir brauchen Gründe, um sagen zu können, WARUM es wohl nicht gepasst hat. Und wenn da nichts gegeben wird, dann ist das in meinem Empfinden die höchste Form der Geringschätzung, die man dem Gegenüber zuteilwerden lassen kann.
    Natürlich besteht keine Pflicht dazu, das stimmt. Nur sollte sich aus meiner Sicht jeder überlegen, wie er oder sie damit besser umgehen könnte, wenn „morgen Schluss wäre“ und man selbst der verlassen Part wäre… .
    Viele Grüße

    Mark S.“

    Nachtrag:

    Evtl. ist es aus meiner Mail nicht so herausgekommen, was das „Schlimmste“ in Bezug auf Ihren Rat für mich ist: Ignoranz und „Sich-einfach-entziehen“ ist aus meiner Sicht die schlimmste Verletzung, die wir dem Gegenüber zufügen können. Weitaus schlimmer, als die meisten Dinge, die wir sonst tun könnten und die eventuell auch verletzen (z.B. „Deine Haare gefallen mir nicht“).

    Mit Ratschlägen wie „Keine Begründungen“ ebnen wir aus meiner Sicht den Weg für eine Welt, in der die Ignoranz der Gefühle des Anderen ganz alltäglich wird. Letztlich, weil wir Angst haben und noch nicht einmal im Abschied bereit sind, dem Anderen ein Mindestmaß an Aufrichtigkeit entgegen zu bringen.

    Bitte entschuldigen Sie diesen emotionalen Ausbruch, ich will Sie damit nicht kränken. Ich fühlen mich nur sehr angefasst, da ich selbst schon in der Lage war, die der Zuhörer beschreibt.

    • Christian Thiel

      In meinen Augen sind da gleich mehrere Denkfehler. Die Entscheidung eine Beziehung zu beenden wird von unserem Gefühlsleben getroffen (limbisches System). Sie wollen jetzt eine Begründung durch das Großhirn (das keinerlei Ahnung von den wirklichen Gründen hat – die beiden Gehirnteile kommunizieren „bauartbedingt“ nur sehr spärlich miteinander und wenn, dann eher indirekt, auf dem Umweg über den Körper). Sehr schwierig.

      Die Begründungen die Sie bei Aussprachen erhalten, haben deshalb keinen Wert. Wir raten mehr, als das wir etwas wissen. Aber Begründungen haben einen unangenehmen Effekt: Sie reduzieren unser Selbstbewusstsein.

      Aber es kommt bei der Warum-Frage oft noch schlimmer. Denn Begründungen werden fast ausschließlich vorgebracht mit dem Ziel, das eigene Ego zu schonen. An mir hat es nicht gelegen!

      Auch deshalb können Sie jede Aussprache, warum es zu Ende ist getrost vergessen. Oder Sie können es bestenfalls als Poesie abbuchen. Es hat (und das ist meine Erfahrung als Berater mit 24 Jahren Berufserfahrung) keinerlei Evidenz.

      Ganz anders ist die Lage, wenn Sie Menschen einige Jahre nach einer Trennung befragen. Dann können sie das (in vielen Fällen, aber natürlich nicht in jedem) was passiert ist gut begründen. Sie brauchen ihr Ego nicht mehr zu schonen, sie hatten Zeit nachzudenken und neue Erfahrungen zu machen.

      Es geht mir nicht um Ignorieren, sondern darum, dass wir akzeptieren müssen, wenn die Liebe nicht mehr da ist. Dazu braucht es in der Tat keine Begründung. Nur ein ehrliches: So ist es.

      • Mark S.

        Sehr geehrter Herr Thiel,
        vielen Dank für Ihre Rückmeldung per Mail und hier, ich beschränkte meine Antwort mal auf hier:

        Ich bin ganz bei Ihnen, dass es primär ein Gefühls-Thema ist (limbisches System). Und ja, wenn ich bei einer Begründung nicht ehrlich bin, sondern nur mein eigenes Ego schütze, dann hilft das evtl. noch weniger. Zugleich denke ich, dass es für das limbische System des Gegenübers hilfreich ist, wenn es etwas hat, auf das es sich stürzen kann. Was es ungerecht und gemein finden kann. Das Selbstbewusstsein wird aus meiner Sicht durch ein „Ich weiß nicht, warum“ nämlich nicht weniger beschädigt.

        Vermutlich habe ich zu hohe/illusorische Ansprüche oder bin mittlerweile verbittert geworden. Aus meiner Sicht wäre es nur eben fair, den (Ex-)Partner nicht ganz im Regen stehen zu lassen, denn ein „So ist es“ ist für mich ein Ausnutzen eines klaren Machtgefälles. Weil ich eben dann nicht bereit bin, meine überlegene Position (Ich weiß, warum Schluss ist) mit dem anderen zu teilen. Denn dann könnte der ja auch etwas Unangenehmes sagen. So ist es für mich einfacher. Und kann ich in der nächsten Beziehung dann auch machen, denn hat hier ja auch super geklappt… .

        Wie auch immer, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben.

        Viele Grüße,
        Mark S.

        • Christian Thiel

          Ihre Partnerin wusste nicht, warum Schluss ist.
          Ich höre da eine ganz erhebliche Verletzung heraus. Was da passiert ist (und wie es sich in Zukunft verhindern lässt) das lässt sich nur in einer (persönlichen) Beratung aufklären.
          Die meisten Männer geben als Begründung für eine Trennung bei Umfragen an, dass es zu selten Sex gab.
          Die meisten Frauen geben an, es wurde zu wenig gesprochen.
          Ist das hilfreich? Na ja.
          Es ist zunächst einmal klar erkennbar nur das, was den Betreffenden aufgefallen ist. Und es ist in beiden Fällen eine geschlechtertypische Wahrnehmung. Der Mann merkt dass es schlecht läuft an dem selteneren Sex. Die Frau merkt es an den selteneren Gesprächen. Beides aber sind nur Symptome – einer schlechter werdenden Beziehung. Mehr nicht.
          Mein Fazit: Die Gründe für das Scheitern einer Beziehung erfahren Sie (möglicherweise) in einer Beratung. Aber nicht bei einem Gespräch mit der Ex-Partnerin.
          Schöne Grüße aus Berlin
          Christian Thiel

          • Mark S.

            Sehr geehrter Herr Thiel,

            vielen Dank für Ihre Antwort.

            Ja es stimmt, ich glaube auch, dass ich meine Ex-Partnerin verletzt habe. Aus Unwissenheit, Angst, und noch ein paar anderen Gründen konnte ich mich zuerst nicht zu tiefgreifenden Dingen wie einem Umzug oder Verantwortung für ihr Kind durchringen. Ob es das war, was sie besonders verletzt hat, das habe ich nie erfahren. Das ist etwas, an dem ich immer noch etwas knabbere.

            Ich kann nicht beurteilen, was Männer und Frauen in der Therapie und Beratung als Gründe nennen. Persönlich denke ich, dass es meist eine Form der fehlenden Wertschätzung ist, die zugrunde liegt. Ich möchte mich da jedoch nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen.

            Was das „Nicht wissen, warum Schluss ist“ anbelangt, so bin ich nicht Ihrer Meinung. Ich glaube, dass die meisten Menschen schon einen gewissen Zugang zu ihren Gefühlen haben und zumindest einen Teil davon auch – Ehrlichkeit und den Willen, sich verletzbar zu machen vorausgesetzt – anderen mitteilen können. Darauf beruht doch das Gelingen einer Partnerschaft – und diese Fähigkeit soll bei einer Trennung auf einmal verschwunden sein? Ich fürchte, dass wir es uns zu leicht machen, wenn wir sagen „Die Gefühle waren es halt…“ und das braucht nicht weiter ausgeführt zu werden. Um etwas zu überspitzen: Warum sollte ich damit nicht auch z.B. Untreue rechtfertigen? „Es waren halt die Gefühle… leb damit Schatz“.
            Letztlich kommt es für mich wieder beim Thema Verantwortung an. In diesem Fall, wie ich eben mit meinen Gefühlen umgehe und ob ich bereit bin, dem anderen etwas davon zu zeigen. Ihm damit die Möglichkeit zu geben, es, bzw. mich besser zu verstehen und zu verarbeiten.

            Es ist letztlich, wie es ist. Bitte entschuldigen Sie die viele Zeit, die ich Sie gekostet habe.

            Viele Grüße,
            Mark S.

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